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Bouget zu Aachen und Odenkirchen

Das Adelsgeschlecht Bouget stammt ursprünglich aus Frankreich. Jacques de Bouget diente als spanischer Capitain bei den Habsburgern und ließ sich nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst in der freien Reichsstadt Aachen nieder. Die Familie besaß außer mehreren Häusern in Aachen (auf der Komphausbadstraße allein vier, u. a. das Haus Nr. 11-13) auch das Gut und herrschaftliche Haus zu Seffent in Laurensberg. In dem vom Geh. Justizrath Häberlin zu Helmstedt im Jahre 1802 herausgegeben Staatsarchiv (33. bis 36. Heft) steht über die Odenkirchener Linie der Familie Bouget zu lesen:"Die Gemeinde von Odenkirchen ist berühmt wegen ihrer Siamoise- und Seidenfabriken, die vor zwanzig Jahren von der Familie Bouget daselbst angelegt wurden; diese Einrichtungen beschäftigen viele Arbeiter".

I. Jacques de Bouget (auch Bougy oder Bouge) war Kapitain und Bürgerhauptmann zu Aachen. Er testierte am 19. August 1684 und starb bald darauf.

"Am 15. Juni 1679 schenkte der spanische Kavallerieoberst Jakob Freiherr v. Herbet (de Herbay) seinem Kriegsfreund Kapitain Jakob Bouge und dessen Frau Agnes Kloecker, als Dank für jahrelange Pflege sein am 20. Juli 1662 vom Freih. Heinrich v. d. Leyen und Anna Elisabeth v. Flörsheim gekauftes freies, der kaiserl. Majestät unmittelbares adeliges Schloß Neuhumsbach mit den dazu gehörigen Wiesen, Weihern, Dörfern, Wäldern, hoher und niederer Gerechtigkeit, Civil- und Kriminaljuridiktion u. s. w. " (A. R. P. 390).

Im Intelligenzblatt des Königl. Bayer. Rheinkreises, Zehnter Jahrg., Speyer 1827, S. 216 ist wie folgt zu lesen: "Die Herrschaft Neuhemsbach, Besitzung der Grafen von Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Diese Herrschaft war früher Allodial-Besitzung der Freiherren von Flörsheim-Belsberg, sie hatten darin alle (hohe und niedere) Gerichtsbarkeit. Der Letzte dieses Geschlechtes (Philipp Franz), welcher anno 1655 in Worms verstarb, hinterlies zwey Töchter Clara und Elisabeth; sie brachten die Erbschaft an ihre Ehmänner, die andere aber an Heinrich von der Leyen, spanischen Obristen, welcher den Compler der nachmaligen Herrschaft Neuhemsbach erhielt. Der damalige schlechte Ertrag der Güter bewog gedachten v. d. Leyen und seine Ehefrau, die Herrschaft im J. 1662 an den Obristen Jacob de Herbay, und als dieser mit der Zahlung des Kaufschillings lößig blieb, an das gräfliche Haus Wittgenstein Homburg zu verkaufen. Wegen dieses zweyfachen Verkaufs geriethen die Grafen von Wittgenstein und die Verkäufer mit de Herbay in einen Rechtsstreit, und als sich inzwischen ereignete, daß dieser die Herrschaft, nach einem vor dem K. Stuhle zu Aachen (1679) errichteten Instrumente an einen spanischen Kapitän Bouget, und dieser nachher wieder (1684) an Johann Georg Meckel von Worms, und der Letzte endlich an einen Obristen Derby übertrug, so wurde die Sache zuerst an das Königl. Französische Parlament zu Metz gebracht, bis endlich im J. 1714 durch kaiserliche Judicate die Herrschaft dem Hause Homburg zugesprochen wurde, welches jedoch erst 1717 zum Besitz gelangte."

Beim Reichskammergericht wurde unter Aktenzeichen H 279/1304 bei einer Streitsache der Familie v. Hannet wegen Ansprüchen auf Haus Beeck im jül. Amt Randerath (Selfkantkr. Geilenkirchen–Heinsberg) Maria von Hannet als Gattin des Jaques de Herbet erwähnt. Hier wurde vorgetragen , daß Maria von Hannet, Tochter des Adrian v. Hannet und der Maria v. Wesenbeck das Gut Neuenheimsbach (Neuheimsbach/Neuhemsbach) in der Pfalz erhalten habe, das ihr Vater dem Baron von der Leyen (Ley) für 9000 Rtlr. abgekauft hatte.

Am 14. Februar 1682 verkaufte Jakob v. Bouget den Anteil seiner Gattin am Kloeckerschen Stammhause vor dem Kölnmitteltor an seinen Schwager Johannes Kloecker und dessen Frau Margarethe Tourniel. (vgl. Hermann Friedrich Macco, Aachener Wappen und Genealogien, 1907, Band I, S. 52)

Er heiratete am 2. Juli 1670 zu Aachen Fräulein Agnes Kloecker, die als Tochter von Herrn Franz Klöcker und Frau Gertrud von Contzheim einer einflußreichen Aachener Patrizierfamilie entstammt und sich nach seinem Tode am 26. Februar 1686 mit dem reichen Kaufmann Johannes Senden im Hause zu Landskron vermählte.
Aus der Verbindung stammen:

1. Marie Elise de Bouget, getauft am 25. März 1671.

2. Adam Balduin de Bouget (Bouchet), getauft am 7. Mai 1673 zu Aachen. Er wurde am 27. Mai 1694 Rentmeister der Deutschordens-Komturei S. Gilles. Am 2. Juli 1723 nahmen Adam Balduin und seine Geschwister Maria, Magdalena und Franz 2500 Tlr. von Frau Susanne v. Fisenne, geb. v. Thenen, auf und stellten dafür ihre drei nebeneinander liegenden Häuser auf dem Komphausbad zum Pfand.

Seine Tochter Maria Josepha Francisca Regina de Bouget wird mit Maria Derichs, Joannes Schiffelers, Nicolaus Martels am 27. April 1745 bei der Taufe von Franciscus Nicolaus Schiffelers, Sohn von Cornelius Schiffelers und Elisabetha Stassen aufgeführt.

3. Magdalena Franziska de Bouget, Weinhändlerin, getauft im Jahre1675, verstorben im Jahre 1703.

4. Henri Francois Comte de Bouget, der die Linie fortsetzt.


II. - Henri Francis Comte de Bouget
(auch Bougy oder Bougee) wurde am 2. August 1684 zu Aachen getauft und verstarb im Jahre 1743. Er war Kurkölnischer Hofkammerrat und Rentmeister der Deutschordens-Komturei S. Gilles zu Aachen. Ihm gehörte der Gasthof zum Löwen, in dem sich Friedrich der Große während seiner Brunnenkur vom 26. August bis 9. September 1742 einquartierte. (vgl. Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, Bd. 13, S. 213, 1891)

In diesem sehr angesehenen Gasthof mietete Herr Richard Reumont am 24. März 1766 den großen Ballsaal zur Errichtung eines zweiten Spielsaals. Aus den, für das Spielprivileg an die Stadt Aachen gezahlten, bedeutenden Abgaben konnte die Stadt für Schulen, Theater, Armenpflege usw. verwenden. Einer der Partner Reumonts für den Spielbetrieb war der holländische Major Graf Nugent. Bei diesem Maison Bouget handelt es sich um das Haus in der Comphausbadstraße zu Aachen, welches 1768 von Brammertz gekauft wurde, später "Redoute" genannt wurde und heute noch in seinem alten Glanz als "Altes Kurhaus" erhalten ist.

Am 28. April 1776 schreibt Friedrich II. von Preussen aus Potsdam an die Prinzessin Wilhelmine von Oranien: "Ich zweifle, liebe Nichte, an dem Vergnügen, das Du in Spa und noch weniger in Aachen finden wirst. Wahrscheinlich wirst Du hier bei Frau Bouget wohnen... Auch ich habe 1742 vier Wochen dort zugebracht. Ich habe gebadet, aber sonst eine greuliche Gesellschaft vorgefunden. Das sehenswerteste ist in Aachen noch die Prozession, in der man alle Jahre Kaiser Karl den Großen in einem alten Kamisol aus gelbem Taft durch die Straßen führt. Zwei Leute tragen ihn. Unterwegs macht man sie trunken, und so kehrt Kaiser Karl der Große schwankend in seine Nische zurück, nachdem er oftmals in Gefahr gewesen, mitten in den Straßenschmutz zu fallen. Viele Grüße an unseren lieben Prinzen."

Der Familie Bouget gehörte ebenfalls das Gut und herrschaftliche Haus zu Seffent, das 1780 an den Chevalier de Bellegarde verpachtet war. (vgl. ZAG, Bd. 55, S. 120 ff., 1933/34) Neben ihrem Reichtum war die Familie auch wegen der vortrefflichen Schönheit ihrer Töchter weithin bekannt. So schrieb am 10. Juni 1736 M. l´Abbé Delaporte in seinem "Le Voyageur Francois, ou la connoissance de láncien et du Nouveau Monde", Band 20, S. 412: "L´auberge de Madame Bougy est une des maisons les plus connues de la ville d´Aix, & Mademoiselle Stinnete, l´une de ses filles, un des plus jolis meubles de l´auberge."

Am 6. Mai 1729 heiratete er in Neukirchen bei Hülchrath (Hochneukirchen) das adelige Fräulein Anna Johanna Mechtildis Adriane Calls (de Call), Tochter des Vogtes von Hülchrath, Eric Adolf de Call und seiner Gemahlin Marie de Schellens mit Dispens vom Aufgebot. Sie verstarb im November 1780 in einem Hause auf der Immunität des Liebfrauenstifts. Aus dieser Verbindung stammen zehn Kinder:

1. Maria Agnes Jakobine de Bouget, getauft am 24. Februar 1730 in S. Foillan, heiratet am 16. März 1749 den holländischen Capitain Jean Antoine des Champs de Ruttan Comte de Parois. (KB 23, S.24, 24.02.1730: Maria Agnes Jacobina, Dnus Henricus Franciscus Bougé Serenissimi Electoris Coloniensis Consiliarius, Dn Anna Joanna Mechtildis Calls Rdmus ac perillustris, Dnus Jacobus Ferdinandus Liber Baro de Spies, Illustrissimi Ordinis Teutonici Commendator ad S. Aegidium Aquisgrani, Caireae Legionis Levensteinensis Centurio p. et Dcella Maria Magdalena Francisca Bougé loco praenobilis Dn Mariae Agnetis Joannae Calls)

2. Klemens August Bernhard de Bouget, der die Linie fortführt.

3. Maria Magdalena Therese de Bouget, wurde am 11. Januar 1733 in Aachen getauft und verstarb am 6. März 1796 in Shrewsbury, Shropshire, England. Sie heiratete am 29. Juli 1750 den englischen Admiral Sir Charles Knowles 1st Baronett of Banbury, Sohn von Sir Charles Knollys Earl of Banbury und Lady Knollys und Nachkomme des Statthalters der Niederlande Sir Thomas Knollys, der im Jahre 1571 Ottilia v. Merode heiratete. Weiterhin war Sir Charles Nachkomme von Sir Francis Knollys (1514-1596), der Minister unter Elisabeth I. und Bewacher von Maria Stewart war und zu den Vorfahren von Sir Winston Leonard Spencer Churchill (1874-1965) und der Kronprinzessin von Großbritannien und Nordirland und Fürstin von Wales Lady Diana Frances Spencer (*1961 †1997), gen. Lady Di, zählt.

Er wurde im Jahre 1704 in London, Bulstrode Street, geboren und verstarb am 9.12.1777 im Alter von 73 Jahren in Guildford, Surrey. Bei der Hochzeit mit Maria Magdalena Therese Bouget tritt der Fürstbischof von Lüttich Francois Charles de Velbrück als Trauzeuge auf. Von 1745 bis 1748 war Knowles Gouverneur von Louisburg, Nova Scotia, 1752 bis 1756 Gouverneur von Jamaica und wurde schließlich im Alter von 66 Jahren im Jahre 1770, nach seiner Entlassung aus der Royal Navy mit königlicher Erlaubnis, Präsident der russischen Admiralität unter Kaiserin Katharina von Rußland.

Sir Charles Knowles führte erfolgreich den Einsatz der russischen Marine im Befreiungskrieg gegen die Türken. In der glorreichen Schlacht von Çesme vom 5. bis 7. Juli 1770 konnte der osmanischen Flotte eine vernichtende Niederlage durch die russische Marine beschert werden. Knowles wurde im Jahre 1774 im Alter von 70 Jahren in den verdienten Ruhestand entlassen, nachdem am 21. Juli 1774 der Friede von Küçük Kaynarca endgültig den Untergang des Osmanischen Reichs besiegelte (siehe auch: http://www.blupete.com/Hist/BiosNS/1700-63/Knowles.htm).

Im Friedensvertrag von Kaynarci wurde die engültige Niederlage durch das Osmanische Reich anerkannt, welches die besetzten Gebiete nördlich des Kaukasus, die südliche Ukraine und die Krim freigab. Weiterhin wurde dem Russischen Reich der freie Schiffsverkehr auf dem Schwarzen Meer sowie die Durchfahrt durch den Bosporus garantiert. Fortan übernahm Russland den Schutz aller Christen im Osmanischen Reich, insbesondere der bis dahin stets durch die moslemischen Türken verfolgten orthodoxen Griechen, Georgier und Armenier.

Aus dieser Verbindung stammen:

A. Anna Charlotte Christina Knowles wurde am 20. November 1752 in Kingston getauft und verstarb am 15. Mai 1839. Sie wurde als Hofdame am russischen Hof unter Kaiserin Katharina der Großen von Rußland geführt. Sie heiratete am 29. März 1781 den englischen Kapitän John Winder mit dem sie drei Kinder hatte.

B. Sir Charles Henry Knowles 2nd Baronett of Banbury wurde am 24. August 1754 in Kingston, Jamaika, getauft, trat in die Fußstapfen seines Vaters und wurde ebenfalls Admiral der Royal Navy. Er verstarb am 28. November 1831. Am 10. September 1800 heiratete er die Baronesse Charlotte Johnstone, Tochter von Sir Charles Johnstone of Ludlow und Lady Mary Beddoe, getauft am 2. Januar 1782 auf Ludlow, Shropshire, England, und verstorben am 9. Juni 1867 in Ryde. Aus dieser Ehe stammen sieben Kinder, von denen der erste die Admirals-Tradition in der Royal Navy fortsetzte:

a. Sir Francis Charles Knowles 3rd Baronett of Banbury, 1802 bis 1892, heiratete am 17. Januar 1854 zu Halifax Mary Ellen Thomson, geboren in Annapolis, Nova Scotia, als Tochter von Sir Cathcart Thomson und Lady Ellen Howe. Sie verstarb acht Jahre nach der Hochzeit im Jahre 1862 auf Malta. Aus dieser Verbindung stammen fünf Kinder: Sir Francis H.S. Knowles , britischer Offizier, heiratete Ms. Kathleen Lennon 22. April 1914 zu Dublin, Irland; Theresa Blanche Cathcart Knowles, heiratete Gordon McL. Cameron zu Oxford Summertown, England, am 28. June 1911; George Knowles; Robert Knowles; Eileen Knowles, war Brautjungfer auf der Hochzeit ihrer Schwester Theresa.

4. Maria Christine Josefine de Bouget, genannt "la belle Stinette", wurde am 31. Oktober 1734 getauft in St. Feuillen zu Aachen und heiratete auf Drängen Velbrücks, der in diesem Jahre Fürstbischof wurde, am 30. November 1758 den Lütticher Advokat und späteren Bürgermeister Baron Nicolas Mathieu de Graillet et d´Oupeye, nachdem dessen erste Frau Marie Catherine Pauline de Chestret im Jahre 1758 verstarb. Er war der Sohn von Mr. Gilles Choré de Graillet und Madame Marie de Mawet, wurde am 16. September 1719 zu Lüttich geboren und verstarb dort am 12. Juni 1796. Im Lütticher Musee d´Ansembourg hängt ein Portrait von Maria Christine Josèphe und zeugt noch heute von ihrer besonderen Schönheit (siehe linken Rand!). Ein Gemälde von Paul-Joseph Delcloche, welches ein Konzert in der Burg Seraing darstellt, zeigt Marie Christine neben Velbrück. Velbrück war Mitglied des Lütticher Illuminatenordens Socièté d´Emulation, gehörte der Lütticher Freimaurerloge La Parfaite Intelligence et l´Etoile Réunies an, deren Meister vom Stuhl er ebenfalls war. Stinette verstarb am 17. November 1775 und wurde in der Recolettenkirche zu Aachen begraben.

Stinette wird bereits lange vor Ihrer Hochzeit Geliebte des Lütticher Fürstbischof Francois Charles de Velbrück, der am 11. Juni 1719 in der Nähe von Düsseldorf als Sohn des Grafen Maximilian Heinrich von Velbrück und seiner Gattin Marie-Anne de Wachtendonck de Germenseil geboren wurde und am 30. April 1784 zu Lüttich verstarb. Mit Velbrück hat sie im Abstand von elf Jahren zwei Söhne:

A. Charles Francois Antoine Marie Baron de Graillet, getauft am 2. Juli 1762 zu Lüttich. Als Taufpaten fungierten Graf Francois Christophe Antoine de Hohenzollern-Sigmaringen, vertreten durch den Kanoniker Francois Arnold de Graillet und Gräfin Josèphe de Vérita, geb Baroness de Welden, vertreten durch Marie de Graillet, geb. de Mawet. Charles Francois lehnt den Dienst im Preußischen Heer ab, da dies nicht mit seinen Idealen von Gleichheit und Freiheit übereinstimmte. Stattdessen wurde er Offizier des Republikanischen Heeres und galt hier als einer der hervorragenden Kavallerie-Offiziere. Er fiel im März 1779 als Lieutenant-Colonel Charles Grailet an der Spitze seines Esquadrons während eines Angriffs in der Schlach zu Liptingen. Sein Lehrmeister, der Waffenmeister Nicolas Demeuse von der Leibwache Velbrücks, widmete seinem hervorragendem Schüler das Buch "Nouveau Traité de l´Art des Armes".

B. Francois Charles Louis Baron de Graillet, wurde getauft am 21. Mai 1773 zu Liege. Als Taufpaten sind anwesend der Prinz de Velbruck und die Comtesse d´Arberg de Valengin, geb. de Horion. Er war, wahrscheinlich aufgrund seiner Ähnlichkeit zu seinem leiblichen Vater, der Lieblinssohn des Fürstbischofs. Francois Charles studierte im Jahre 1784 zu Mayence, wurde im Alter von 11 Jahren von Velbrück als Kanoniker zu St. Lambert eingesetzt und verstarb am 26. April 1848 zu Haarlem. Er heiratete am 22. März 1795 in Lüttich 1. Anne Catherine Claudine Josephine de Boniver, Tochter von Mr. Jean des Bonivier dits Fyon und Madame Marie Jeanne Amate Louvat, die einer alten Familie aus dem Marquisat Franchimot entstammt und am 6. September 1824 zu Lüttich verstarb. Am 11. Dezember 1844 heiratet er zu Amsterdam 2. Christina Bernadina Rietfort. Francois Charles nimmt mit zweien seiner Söhne an der Schlacht von Waterloo teil. Inzwischen verzichtete Francois Charles auf alle seine adeligen und anderen Titel. Aus den beiden Verbindungen stammen sechs Kinder.

5. Karl Josef Balthasar de Bouget, getauft am 20. März 1736.

6. Maria Anna Wilhelmine Gertrud de Bouget wurde am 5. April 1737 getauft und heiratete am 27. März 1770 den holländischen Oberst Gérard Comte de Nugent zu Richterich. Am 24. März 1780 tritt sie mit Baron Nicolaus Matthaeus de Graillet als Patin bei der Taufe von Nicolaus Matthias, Sohn von Chevalier Ludovicus de Bellegarde und Anna Geradina de Ruthau auf.
Gérard de Nugent
verstarb am 27. September 1790 zu Aachen.

Aus dieser Verbindung entstammen folgende bekannte Töchter

A. Johanna Maria Anna Jacobina de Nugent, die am 20 Juli 1796 zu Simmerath Mr. Anton Joseph Joachim Greoy de Samer heiratet.

B. Maria Christina Josepha de Nugent, wurde am 1. Januar 1774 in der kath. Pfarrkirche St. Foillan zu Aachen getauft (pater: perillustris Dominus Geradus de Nugent, Colonellus Sub Servitiis Statuum Generalium Hollandiae; mater: praenobilis Domina Maria Anna Bouget; susceptores: perillustris Domina Maria Christina de Graillet nata Bouget, quorom loco Joes Antonius Scheiden et Christina Kleinholz). Am 31. Dezenmber 1807 heiratete sie in der katholischen Basilika Notre-Dame-des-Victoires (Unsere Liebe Frau der Siege) zu Paris Charles Désiré Lemort de la Roche. Sie verstarb am 28. April 1854 als Comtesse de Nugent de Dysart zu Paris.
Aus dieser Verbindung stammen zwei Töchter
1. Augustina Juliana Evelina Lemort de Laroche
, geboren am 18. April 1802 zu Paris,
und
2. Augustine Henriette Lemort de Laroche
, geboren am 11. April 1811 zu Paris, heiratete am 13. März 1878 Baron Gaspard Champy (*17.5.1810 Paris †27.5.1854 Mussigny), nach dessen Ableben am 18. Juni 1863 zu Paris den französischen Générallieutenant Comte Edouard de Waldner de Freundstein und verstarb am 13. März 1878 zu Paris.
Freiherr Eduard Waldner von Freundstein wurde am 24. Mai 1789 zu Olwiller als Sohn des Artillerie-Offiziers und Mitglied des Generalrats der Oberrheinischen Ritterschaft und der Reichsritterschaft in der Ortenau und der Wetterau Freiherr Gottfried Waldner von Freundstein und seiner Ehefrau Friederike von Stein zu Nord- und Ostheim, Tochter des Freiherrn Dietrich Philipp August von Stein zu Nord- und Ostheim und Maria Susanne Wilhelmine Elisabeth von und zu der Thann geboren. Er war Mitglied der Ehrenlegion der Klasse Grand-croix de la Légion d’Honneur (G. C. LH). Deputierter von Haut-Rhin im Corps Législatif von 1811 bis 1815 und Senator unter Napoleon und verstarb am 3. April 1879 zu Paris.
Eduards Geschwister waren
Graf Theodor Waldner von Freundstein
(*27.11.1786 †1864), Inhaber der Majoratsherrschaft Schmieheim in Baden u. Herr des Schlosses Freundstein in den Vogesen, vermählt mit Auguste von Berckheim; Isabelle Waldner von Freundstein (Hofdame von Herzogin Luise von Hessen-Darmstadt); Cecile Waldner von Freundstein; Adele Waldner von Freundstein sowie
Diana Rabe von Pappenheim
(*25.01.1788 Olwiller, †18.12.1844 Weimar), Hofdame bei der Erbprinzessin und Zarentochter Maria Pawlowna Romanowa und Geliebte König Jérôme Bonaparte von Westphalen.
Henriette von Oberkirch
(Baronne d'Oberkirch), die Freundin von Prinzessin Sophie Dorothee von Württemberg, der späteren russischen Zarin Maria Fjodorowna, war eine Schwester seines Vaters Gottfried. Eduards Großeltern waren Graf Franz Ludwig Waldner von Freundstein, Herr zu Schmieheim, und dessen Ehefrau Wilhelmine Auguste von Berckheim zu Rappoltsweiler.

7. Karl Friedrich Maria (Charles) de Bouget, getauft am 28. Juni 1739, wird 1773 als Kanonikus der Kollegiatskirche Saint Martin zu Lüttich erwähnt. Lt. H. Wirtz "Die städtische Gerichtsbarkeit in der Reichsstadt Aachen", ZAGV 43, 1922 wird er oder sein jüngerer Bruder Damian bestraft, da er Jemanden auf offener Straße verprügelt hatte.

8. Sofie Dorothea Maria Anna de Bouget, getauft am 24. Oktober 1740.

9. Nikolaus Josef Damian (Damien) de Bouget (Bougie), wurde am 28. November 1741 in Aachen getauft und verstarb am 2. Februar 1791 ebendort. Er wird 1788 als Kanonikus zu S. Dionysius zu Lüttich erwähnt. Lt. H. Wirtz "Die städtische Gerichtsbarkeit in der Reichsstadt Aachen", ZAGV 43, 1922 wird er oder sein ebenfalls als Kanoniker tätiger älterer Bruder Charles bestraft, da er Jemanden auf offener Straße verprügelt hatte.

10. Baron Ferdinand Maria Franz de Bouget, getauft am 9. Februar 1744 zu Aachen und verstarb am 23. November 1818 zu Wien. Er war königlicher und kaiserlicher Oberst im Nassauischen Kürassierregiment Friedrich August Prinz von Nassau und wurde im Jahre 1768 bereits als Rittmeister erwähnt. Weitere Beförderung folgen im Jahr 1788 zum Major, 1791 zum Oberstleutnant und schließlich folgt im Jahr 1793 die Beförderung zum Oberst sowie die Ernennung zum Regimentskommandant. Am 18. März 1793 führte er als Oberst und Kommandant das Kürassier-Regiment Nassau-Usingen glorreich unter dem letzten k. u. k. Reichsgeneralfeldmarschall Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld in der Schlacht bei Neerwinden sowie in den Schlachten von Valenciennes, Quesnoy und Avesnes-le-Sec. Der Sieg in der Schlacht von Neerwinden über die Franzosen unter Charles-François Dumouriez hatte die Räumung des heutigen Belgiens durch die Franzosen zur Folge. Am 19. August 1794 (mit Rang vom 17. Dezember 1794) wird Ferdinand von Bouget als Generalmajor in den Ruhestand nach Pressburg entlassen. Bouget heiratete Mlle Franquin.

Aus dieser Verbvindung stammt ein bekannter Sohn:

A. Peter Franquin de Bouget, Major im Galizischen IR, Beaulieu Infanterie, 1820 Beförderung zum Oberst-Lieutenant.

III. Klemens August Bernhard v. Bouget wurde am 2. September 1731 zu Aachen getauft und verstarb am 7. Mai 1779 zu Odenkirchen. Er war Kurkölnischer Hofkammerrat und wurde zum Vogt und Kellner zu Odenkirchen von Kurfürst Clemens August I. von Bayern berufen und übte diese Ämter ab 1761 unter Kurfürst Maximilian Friedrich Reichsgraf von Königsegg-Rothenfels von Augustenburg aus. Bouget heiratete am 13. September 1761 das Anna Katharina Lindemann, die nach seinem Tode beide Ämter als Vogt und Kellner zu Odenkirchen mit einem Vogteiverwalter von 1789 bis 1793 fortführte, als Textilfabrikantin ebenda tätig war und am 20. April 1793 zu Odenkirchen verstarb.

Clemens August Bouget gründete im Jahre 1776 die erste Seiden- und Samtfabrik zu Odenkirchen und wurde ebenfalls als Pächter des Schlosses Zoppenbroich erwähnt, welches bis Anfang des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie Bouget blieb.
In seiner "Geschichte der ehemal. Herrschaft und des Hauses Odenkirchen" schreibt Kaplan Rudolph Wiedemann: "Am 15. Januar 1776 schrieb der Vogt Bouget an den Churfürsten, er beabsichtige auf seine eigenen Kosten zu Odenkirchen eine Fabrik von Mouchoirs de Soyes (seidenen Tüchern), Cordon de Velours (Samt) und demi Satin (Halbseide) anzulegen; ... So führte Bouget die Seidenfabrikation in Odenkirchen ein und er hatte damit ein solches Glück und solchen Erfolg, daß seine Witwe 1783 und 1793 den guten Gang derselben rühmt und den Churfürsten um freie Abtretung von herrschaftlichem Grund und Boden zur Erweiterung der Fabrikräume bittet.".

Die besondere wirtschaftliche Bedeutung der Bouget´schen Fabriken für Odenkirchen bis ins 19. Jhdt. hinein, werden durch die folgenden Erwähnungen deutlich. Im Jahre 1802 schreibt der Geh. Justizrath Häberlin in dem zu Helmstedt herausgegeben Staatsarchiv (33. bis 36. Heft): "Die Gemeinde von Odenkirchen ist berühmt wegen ihrer Siamoise- und Seidenfabriken, die vor zwanzig Jahren von der Familie Bouget daselbst angelegt wurden; diese Einrichtungen beschäftigen viele Arbeiter." Weiterhin war am Donnerstag, den 18. April 1805, in der Ersten Beilage des Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt No. 33 zu lesen: "Wittwe Bouget seel. Erben von Odenkirchen aus dem Ruhr-Departement, beziehen zum erstenmal die Frankfurter Messe mit seidenen Tücher aller Art, und schmeicheln sich, sowohl wegen der Güte ihrer Waaren, als wegen der sehr billigen Preiße eines geneigten Zuspruchs. Jene welche Parthien nehmen, erhalten einen beträchtlichen Rabat von den Fabrikpreißen. Sie logiren bey Herrn Wilhelm Peter Schäffner in der Mainzer Gasse J Ro. 32.".

Am 7. Juni 1767 genehmigte der Churfürst dem Vogte Bouget die Pacht von Gut Zoppenbroich, die am 24. April 1789 seiner Witwe für weitere 12 Jahre gegeben wird, "weil der Ehegatte das Gut Zoppenbroich so merklich verbessert hat, aus Dank also und in der Hoffnung, daß auch die Wittwe Bouget sich das Beste der gemelten Güter ferner werde angelegen sein lassen."

Die soziale Stellung der Familie Bouget in Odenkirchen mag man daran ermessen, daß Johannes Jakobus Bouget im Jahre 1762 als 14. König der Bruderschaft Unserer Lieben Frau zu Odenkirchen fungiert. Das Hauptschild des Königssilbers wurde von seinem Vater dem Vogt Clemens August Bouget zu Ehren seiner Geburt der Junggesellenbruderschaft gestiftet. Wie er bereits als Säugling König der Bruderschaft werden konnte, konnte sich Britta Spies in ihrem 2010 herausgegebenen Buch "Schützen - Glanz und Gloria" jedoch nicht erklären. Zum weiteren ist dem Laurentiusboten Nr. 85 wie folgt entnehmen: "Im Taufregister der Pfarre St. Laurentius Odenkirchen findet sich im Jahre 1769 folgende hochinteressante Eintragung des Pfarrers Adam Broich: ´27. Julii in fossa arenaria an der schießruthen fuit inventus infans recentissime natus et a me baptizatus, nominatus Joseph Pantaleon Godefridus, cognomen ejus erit a loco inventionis Sandkaul. Patrini ejus sunt Godefidus Charles et Domina Anna Catharina Lindemann uxor praefekti Bouget per aliam.´ (Am 27. Juli wurde in der Sandgrube an der Schießrute ein neugeborenes Kind gefunden und von mir getauft; es erhält den Namen Joseph Pantaleon Gottfried und nach der Fundstelle den Beinamen Sandkaul. Paten sind Gottfried Charles und Frau Anna Catharina Lindemann, die Gattin des Vogtes Bouget in Vertretung.) ... Bemerkenswert für die soziale Haltung ist auch, daß der Schöffe Gottfried Charles und die Frau des Vogtes die Patenschaft über dieses Kind übernahmen und damit die Sorge und Verantwortung für dessen seelisches und leibliches Wohl."

Aus dieser Verbindung stammen:

1. Joannes Jakobus v. Bouget wurde am 1. November 1762 zu Odenkirchen getauft, seine Taufpaten sind "Nobilij Domus Joannes Jacobus Lindemann & praenobilij Domina Anna Joanna Mechjtildis Adriana Call vidua praenobilij Domini Henri Francisci Bouget (für Clemens August de Bavaria)", und verstarb am 18. November 1810 zu Paris. Er besuchte das Montanergymnasiums in Köln und studierte danach von 1782-84 römisches und Provinzialrecht zu Köln und Bonn. Das Studium der Philosophie und des öffentlichen Rechtes absolvierte er zu Göttingen und schrieb schließlich im Jahre 1783 zu Bonn eine Promotion über ein lehnsrechtliches Thema mit regionalem Bezug: Dissertatio juris feudalis suum filius feudum a patre alienatum revocare possit. Cum annexo responso in causa feudali praetense revocatoria circa castrum et subdynastiam Juliacensem Burgam feudalis camerae Heinsbergensis feudum.

Johannes Jakobus Bouget war an der kaiserlichen Kammer zu Wetzlar und beim Reichsrat zu Wien für Angelegenheiten des deutschen Staates tätig. Im Jahre 1784 unterstützte er seine Mutter Anna Katharina Lindemann im Amt des Vogts und Kellners zu Odenkirchen und war 1785 Angehöriger der kurfürstl. Regierung in Bonn und Mitglied der Höheren Rechtsprechung. Von 1789 - 1794 wurde er kurköln. Hofrat und war als Staatsreferendar mit der Aufgabe betraut, mit den anderen deutschen Staaten zu korrespondieren zur Wahrung der Interessen des Kurstaates Köln. 1793 wird er unter den Wirklichen geheimen Räten des Hofrats genannt.

Vom 21.12.1794 bis 1795 war Bouget als Mitglied des Direktoriums der Bonner Bezirksverwaltung für den Kanton Andernach zuständig und wurde ab Oktober 1795 Mitglied der Zentralverwaltung in Aachen. Im Winter 1795/96 verbrachte er mit Vossen mehrere Monate in Paris, um für die Abschaffung der zwei Generaldirektionen zu plädieren.

Justus Hashagen zitiert 1908 gerne, da passend zum preußischen Zeitgeist, eine Kritik Venedays in seinem "Das Rheinland und die französische Herrschaft: "An Cromm tadelt er [Veneday] absolute Grundsatzlosigkeit und den abscheulichen Hang zu persönlicher Plusmacherei. Bouget ist immer noch Bonevivant und bedarf also viel Geld. Hat er nur Wein, Punsch und Mädchen, so gilt es ihm gleich, wie es sonst in der Republik geht." Er geht noch weiter in dem er eine Denkschrift der ehemaligen Zentralverwalter Bouget, Cromm und Vossen an das Direktorium wie folgt beurteilt: "Und doch haben die von Veneday so hart verurteilten Verwalter Bouget, Cromm und Vossen am 13. März 1796, nach ihrem Ausscheiden aus der Zentralverwaltung, dem Vollziehenden Direktorium eine Denkschrift unterbreitet, in der sie über die französischen Greuel - wohl um sich selbst rein zuwaschen - die beweglichste Klage führen."

Ein Zitat aus dieser Denkschrift spiegelt wohl sehr gut das Leben aus dieser Zeit wider: "Gab es einige Gegenden, wo das Volk über Unterdrückung klagen konnte, so gab es viele andere, wo die Einwohner unter dem Schutze der Gesetze . . . eine gemägliche Freiheit genossen." Bouget beschloß am 21.3.1797 zusammen mit den anderen Hofräten eine Proklamation an die ehemaligen Kurköln. Beamten und wurde am 6.6.1797 als Mitglied des erneuerten Hofrats Führer des Direktoriums.

Am 22.09.1797 nahm Johannes Bouget am cisrhenanischen Umzug teil, war Ende 1797 Mitglied der rhein. Delegation nach Paris und leistete nach seiner Rückkehr den Treueid an die französische Republik. 1798 wurde er Mitglied der Departementsverwaltung des Roerdepartements in Aachen vertraut und war im Winter 1799/1800 deren Präsident. Im August 1804 war er Unterpräfekt von Krefeld und Mitglied des gesetzgebenden Körpers des Roerdepartements. Am 10. August 1810, drei Monate vor seinem Ableben, wurde sein Mandat als Deputierter bestätigt. Bouget war Illuminat und Freimaurer.

2. Anna Katharina Josepha Karoline v. Bouget wurde am 10. August 1764 zu Odenkirchen getauft, ihre Paten waren P R - Dominus Carolus Bouget Canonicus S. Martin Leodie & nobilij Domina Anna Catharina Müller Vidua Domini Joes Jacobi Lindemann, Sie verstarb am 8. Juni 1812 zu Bonn-Sternenburg. Sie heiratete Bernhard Franz Josef Freiherr von Gerolt, Sohn des Kurkölnischen Hofratsexpeditor Freiherr Ferdinand Franz Stephan v. Gerolt und seiner Gemahlin Helena Johanna Theresia Merzenich.

Bernhard Franz Josef von Gerolt wurde am 15. September 1747 zu Bonn getauft und stammte von den Gerolt, denen bereits am 3. Januar 1558 zu Prag das Wappen verliehen wurde und am 16. April 1614 zu Schloß Linz in Österreich durch Kaiser Matthias geadelt wurde, ab. Er war Besitzer von Gut Sternenburg bei Poppelsdorf und verstarb am 30. Januar 1828 zu Bonn.

Nach dem Studium beider Rechte zu Bonn und Köln hielt Gerolt sich zu Studienzwecken in Italien auf. Ab dem Jahre 1770 war er als Advokat bei den Gerichten des Kurfürstentums tätig, wurde 1779 Kurköln. Hofrats Sekretär-Adjunct und im Jahre 1780 Mitglied der kurfürstl. Regierung. Von 1781 bis 1785 war er Mitglied des Illuminatenordens und im Jahre 1787 war er Mitbegründer der "Lese- und Erholungsgesellschaft" zu Bonn, war von 1790 bis 1793 deren Vorsitzender und wurde am 10. September 1790 vom Kurfürsten mit der Zensur der „Lese“ betraut. 1789 wurde er Hofrat und Hoheitsreferendarius und war von 1781 bis 1785 Mitglied des Illuminatenordens. Im Jahre 1787 war er Mitbegründer der "Lese" zu Bonn, von 1790 bis 1793 war er deren Vorsitzender und wurde vom Kurfürst am 10.09.1790 mit deren Zensur betraut. 1789 und 1807 wurde er vom Herzog von Nassau mit der Burg zur Leyen in Linz belehnt. 1793 wird er Geheimer Hofrat und Mitglied des höchsten Appellationsgerichtes sowei Hoheitsreferendarius.

Zur Zeit der französischer Regierung wurde Gerolt von Frécine am 21.12.1794 zum Präsident der Verwaltung des Arrondissements Bonn ernannt. Im Jahr 1796 war er Präsident der Bezirksverwaltung Bonn, aus dem er am 30.09.1797 wegen seiner Verwandtschaft mit Bouget auf eigenen Wunsch entlassen wurde. Am 6.6.1797 wurde er Mitglied des erneuerten Hofrats und leistete am 3.12.1797 den Treueid an Frankreich. Am 22.9.1797 nahm er am cisrhenanischen Umzug teil und wurde im Dezember 1797 Mitglied der patriotischen Gesellschaft. Ende des Jahres 1797 wurde Gerolt Mitglied des Obertribunals Bonn, war von 1801 bis 1813 Mitglied der Kantonalversammlung für Bonnland und im Jahre 1803 Präsident der Kantonalversammlung zu Bonn. Am 4.2.1803 war er Regierungskommissar am Gericht erster Instanz in Bonn und wurde am 17./18.04.1805 vom Wahlkollegium mit 64 von 90 Stimmen als Kandidat für das Corps législatif gewählt. Am 30.9.1805 wurde Gerolt zum Mitglied des Gesetzgebenden Körpers (Corps législatif) der französischen Regierung ernannt und war von Februar 1806 bis 1811 Staatsprokurator (Procureur impérial) am Tribunal mit einem mtl. Gehalt von ca. 275 Fr..

Am 25.2.1806 reiste Gerolt nach Paris ab und nahm zusammen mit dem Maire, den Adjunkten und einem Angestellten am feierlichen Umzug beim Napoleonsfest am 15.8.1806 teil. Hierbei trug er seine Amtstracht, einen violetten Mantel mit großen, weißen, atlasenen in Gold besticktem Umschlag und Kragen, blau gesticktem Kleid, weißer Weste und Beinkleider. Abends erschien er auf dem Ball und dem Dinner im Englischen Hof. Im Jahre 1807 wurde Gerolt Mitglied des Bezirksrates und Präsident des Stadtkantons Bonn. Im Januar 1811 verlor er die Wahl zum Kandidaten für das Corps législatif mit 56 Stimmen im 3. Wahlgang gegen Fischenich mit 59 Stimmen. Im April wurde die Wahl für ungültig erklärt und er wurde im Mai wieder als Mitglied ernannt. In den Monaten Juni und Juli 1811 nahm er an den Tagungen in Paris teil.

Am 14.02.1811 wurde Gerolt wieder in den Arrondissementsrat gewählt, 1813 in Poppelsdorf, 5.5.1811 - 1816 wieder Staatsprokurator (Procureur impérial) beim neu bestellten Bezirksgericht Bonn und Deputierter zu Paris. Am 3.2.1814 erhielt er eine Beurteilung durch den Maire als Legislateur zu Paris: War ehemals geheimer Rat, und ist als tätiger, geschickter Geschäftsmann, so wie auch im Gelehrtenfache als Gerichtsfachmann bekannt. Als Deputierter gehörte er dem französischen Parlament bis zum Untergang des Kaiserreichs am 4. Juni 1814 an. Im Jahre 1827 war Gerolt Mitglied des preußischen Landtages und verstarb am 30. Januar 1828 zu Bonn.

Aus dieser Verbindung stammen zehn Kinder:

A. Ferdinand Franz Stephan von Gerolt, wurde am 15. November 1788 zu Bonn getauft und verstarb dort am 10. Dezember 1788.

B. Karl Ferdinand von Gerolt wurde am 21. Oktober 1790 zu Bonn getauft und verstarb am 8. Februar 1851 zu Köln. Er besuchte 1808 das von Napoleon I. errichtete Lycée zu Bonn, schloß im Jahre 1814 sein Jurastudium in Paris ab und war im Feldzug gegen Frankreich Leutnant des 25. Rhein. Landwehr-Regiment. Im Jahre 1823 wurde er Instruktionsrichter zu Aachen, 1829 Landgerichtsrat, 1835 Kammergerichtspräsident zu Elberfeld und war im Jahr 1836 Appellationsgerichtsrat in Köln. Sein Entlassungspatent als Capitaine des Landwehrregiments empfing er am 11. Mai 1838. Als Initiator und Mitglied des Dombauvereins hat sich K. F. Gerolt durch Beschaffung von Mitteln für den Domausbau sehr verdient gemacht.
Am 7. Januar 1835 heiratete Karl Ferdinand Fräulein Franziska Maria Helena Antonia von Pelser-Berensburg, Tochter des Anton von Pelser-Berensberg und seiner Ehefrau Antonie von Fürth, die am 7. März 1808 auf Schloß Lemiers zu Vaals getauft wurde und zu Warburg verstarb. Aus dieser Verbindung wuchsen sechs Kinder:
a. Bernhard Friedrich von Gerolt, geboren am 17.Okt. 1835 zu Elberfeld, verstorben am 22. Aug. 1897 zu Köln.
b. Dorothea Henrietta Maria von Gerolt, geboren 1836 zu Lemiers, verstorben am 16. Aug. 1837 zu Köln.
c. Rudolph August von Gerolt wurde am 13. Okt. 1838 zu Köln geboren und verstarb am 22 Sep 1896 zu Charlottenhof b. Beuthen. Er war Ingenier und Hüttendirektor und heiratete am 7. Juni 1866 Frl. Margaretha Merl, geboren am 4. März 1839 zu Sayn, verstorben am 11. Dez. 1912 zu Gleiwitz, mit der er zwei Söhne, den Oberingenieur Ferdinand Jakob von Gerolt (1868-1928) und den Chemiker Friedrich Rudolph von Gerolt (* 1871), hat.
d. Karolina Maria von Gerolt, geboren am 26. Nov. 1839 zu Köln, verstorben am 18. Jan. 1868 zu Baradero in Argentinien. Sie war verheiratet mit dem Hauptmann Eberhard Wilhelm Anton Hubert Felix Maria Freiherr von Fürth, geboren am 16. Apr. 1824 zu Aachen, verstorben am 26. Jan. 1889 in Villa Urquiza, Argentinien, mit dem sie einen Sohn, Wolf Franz Hubert Felix Maria Frhr. v. Fürth, geb. am 27. März 1865 zu Baradero, Argentinien, hat.
e. Bernhard Anton von Gerolt, geboren am 25. Dez. 1840 zu Köln, verstorben am 15 Jul. 1899 zu Carlshafen.
f. Maria Anna Eulalia von Gerolt, geboren am 1. Jun. 1846 zu Köln, verstorben am 14. Jul. 1846 zu Köln.

C. Rudolf Jakob von Gerolt, Bürgermeister zu Linz, geboren am 29. Dezember 1791 auf Burg Sternenburg, verstorben am 22. März 1867 zu Linz. Er wurde Kreisdeputierter und Beigeordneter Bürgermeister zu Linz und von 1849 -50 war er dort Bürgermeister.

D. Christine Ferdinande Margaretha Augusta von Gerolt, getauft am 28. Juni 1793 zu Bonn, verstorben am 8. September 1793 ebenda.

E. Karl Friedrich Joseph Maria von Gerolt getauft am 26. Juni 1794 zu Bonn, war Leutnant im 28. Landwehr-Regiment, wanderte im April 1826 nach Mexiko aus, stand anfänglich dort zusammen mit seinem Bruder Friedrich in Diensten des Deutsch-Amerikanischen Bergwerksverein zu Elberfeld und verstarb in Nordamerika.

F. Christina Franziska von Gerolt, getauft am 16. Juli 1795 zu Bonn, verstorben am 29. Juli 1795 zu Bonn.

G. Friedrich Joseph Karl Freiherr von Gerolt, kgl. Preuß. Wirkl. Geh. Rat, wurde geboren am 5. März 1797 zu Bonn und verstarb am 27. Juli 1879 zu Linz. Im Jahre 1823 war er Bergamtssekretär in Düren, reiste dann im März 1824 nach Mexiko, wo er ansehnliche Silberminen vermutete. Er wurde von König Friedrich Wilhelm III. im Jahre 1830 mit seinen Brüdern mit dem Rittergut zur Leyen belehnt. 1837 war er Geschäftsträger in Mexiko, wurde 1846 Außerordentlicher Gesandter und bevollm. Minister in den Vereinigten Staaten von Amerika, später Generalkonsul in Washington. Im Jahre 1858 wurde er in den preußischen Freiherrenstand erhoben.
Er heiratete am 28. August 1837 zu Bonn Fräulein Josephine Henriette Huberta Walter, Tochter des Hofrats am vormaligen Reichskammergericht zu Wetzlar Franz Martin Walter und seiner Gemahlin Maria Anna de Noel, die am 20. März 1803 geboren war und am 16. Juni 1881 zu Bonn verstarb. Diese Verbindung war mit vier Kindern gesegnet:
a. Karoline Wilhelmine Marianne von Gerolt, genannt Carlotta, die am 17. März 1839 zu Mexiko geboren wurde und verstarb am 2. Feb. 1907 zu Bonn. Sie heiratete am 21. Juli 1863 zu London den britischen Civilbeamten in Ostindien John Ward, geboren am 8. Okt. 1835 zu London, verstorben am 22. Nov. 1874 zu Rampore-Bouleah, Bengalien, Vereinigtes Königreich, mit dem sie eine Tochter, Karolina Berta Ward, geboren am 24. Juli 1869 zu Bankaruh, Bengalen, hat..
b. Friedrich Josef Maria von Gerolt wurde geboren am 4 Juni 1840 zu Mexiko und verstarb am 21. Nov. 1887 zu Linz. Er war Legationsrat. Mit seinem Ableben erlosch die freiherrliche Linie derer von Gerolt.
c. Dorothea von Gerolt wurde am 10. Juni 1842 zu Mexiko geboren und verstarb am 15. Juni 1912 zu Nizza. Sie heiratete zu New York am 15. April 1871 den griechischen Gesandten Cléon Prinz Rizo-Rangabé (+ 20. Jan. 1917, Nizza), Sohn des griechischen Ministers Professor Alexander Prinz Rizo-Rangabé und seiner Ehefrau Caroline Christian Skene, mit dem sie eine Tochter Elly Prinzessin Rizo-Rangabé, geboren am 8. April 1872 zu Linz, verstorben am 12. Dez. 1960 zu Rom, hat. Diese heiratete den Konsul und Minister Baron Enrico Acton (* 23.07.1858, Neapel) und hat mit ihm fünf Töchter, u. a. Dorotea Carlotta Roberta Giuseppina Elly Acton, geboren am 20. April 1893 zu Orano, die am 17 November 1921 zu Lugano Raoul Prinz Bibica-Rosetti (*30.06.1893 Kefissia, +10.04.1967 Hove, Sussex), Sohn von Salvator Priz Bibica-Rosetti und Emilie Prinzessin Rizo-Rangabe, heiratet.
d. Bertha von Gerolt wurde am 8. Aug. 1843 zu Mexiko geboren und verstarb am 12. Feb. 1890 als Nonne im Kloster der Heimsuchung zu Washington.

H. Franziska Katharina von Gerolt wurde am 29. Oktober 1799 zu Poppelsdorf-Sternenburg geboren. Sie wurde am 15. November 1813 zu Bonn tödlich von einer Pistolenkugel getroffen, die von Besuchern als Begrüßungssalut abgefeuert wurde.

J. Joseph Christian Karl Ferdinand von Gerolt wurde am 24. März 1802 geboren und verstarb am 9. April 1802 zu Bonn.

K. Joseph Christian von Gerolt wurde geboren am 14. Juni 1803 zu Bonn und verstarb am 15. Juni 1803.

L. Totgeburt von Gerolt (m), 11. Januar 1806 zu Bonn.


3. Benedicta Maria Christina Josepha v. Bouget wurde am 9. Juli 1767 in Odenkirchen getauft, als Taufpaten sind ein Reverend Ambrosius vom Orden S. Benedicti aus der Abtey Gladbach und ihre Tante, die praenobily Domina Maria Christina Josepha de Graillet nata Bouget, anwesend. Sie heiratete am 3. Juli 1793 Herrn Christian Joseph Aldenhofen (geb. um 1770) aus Zons (Bonn). Er wurde am 16.08.1739 an der Univ. Würzburg für das Studium der Rechtswissenschaften immatrikuliert. Die Trauung wurde durch seinen Onkel, den letzten Abt des Klosters Brauweiler, Anselmus von Aldenhofen in dessen Hauskapelle zu Brauweiler vollzogen. Christian Joseph Aldenhoven war der letzte Vogt zu Odenkirchen.

In seiner "Geschichte der ehemal. Herrschaft und des Hauses Odenkirchen" schreibt Kaplan Rudolph Wiedemann: "Die beiden letzten, auch jetzt vielen Einwohnern von Odenkirchen noch bekannten Vögte waren der Hofrath Bouget und sein Schwiegersohn Christian Joseph Aldenhofen, Mann der Christina Bouget. Aldenhofen, aus Zons a. Rhein gebürtig, kam nachdem der Hof-Cammerrath Bouget im Mai 1779 gestorben war und dessen Wittwe Anna Catharina geb. Lindemann als "Kellnerin" die Verwaltung mit Hülfe ihres Sohnes weiter geführt hatte, 1792 als Vogtsverwalter nach Odenkirchen und wurde nach dem Tode der Wittwe Bouget (20. April 1793) am 4. Juli desselben Jahres zum Vogt ernannt; am 23. Juli wurde er als Vogt vorgestellet und "befestigt" d. h. vereidigt.Ueber seine Einführung berichtet der Odenkirchener Bürger Welters mit folgenden Worten in seinem Tagebuche, welches mir zur Benutzung von der Familie Welters in Ruhrfeld bereitwillig anvertraut wurde: ´1793 den 4. July ist Kristian Jopes Aldenhoffen zu Fürth (An der Cöln-Venloer Bezirksstraße zwischen Odenkirchen und Cöln gelegen.) durch 42 oder 44 Junggesellen zu Pferdt abgehollet worden und Kurtz geheyrath mit Kristina Boget. Zu Sasserath haben die (marianischen) Brüder ihn empfangen, es waren hir vier Triompforten, einen haben die Juden gemacht. Die Junggesellen haben ein goth Drinkgeld bekommen, die Broderschaft hat aber Bir, pfeiffen und Tobak genug gehabt.´ Aldenhofen verließ die Herrschaft 1795, als dieselbe von der französischen Republik annektirt wurde.". Im Jahre 1803 kauft sie die Burg Odenkirchen mit allen Ländereien.

Wertvolle Hinweise für diese Ausarbeitung erhielt ich von
Thierry de Bry, Yves Gob, Belgien; Anne Danguy des Déserts, Frankreich; Dieter Schäfer, Köln; Frans Wetzels, Venlo; Jochem Heicke, Berlin; Albrecht W. Bolz, Köln; Herrn Günter Gerr, Archivar, Bischöfliches Diözesanarchiv, Aachen; Mr. Deblon, Archivar, Archives de l´Évéché de Liege, Lüttich; der Stadtbibliothek, Mönchengladbach; dem Pfarrbüro St. Laurentius in Odenkirchen, Mönchengladbach; der digitalisierten Bibliothèque Nationale de France, [3] (http://www.bnf.fr) ; der Online-Bibliothek von Frau Marie-Luise Carl, [4] (http://freepages.genealogy.rootsweb.com/~mlcarl/indexbib.htm); der Webseite von Herrn Dr. Stephan Laux vom Lehrstuhl für Rheinische Landesgeschichte und Neuere Geschichte, Düsseldorf; [5] (www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/geschichte/rheingeschichte/lauxhomepage/recherche.html) ; auf der Seite von Herrn Ra. Peter Landry, Halifax, Nova Scotia, [6] (http://www.blupete.com/) ; bei der Haute Ecole Enseignement Supérieur, Liège, [7] (http://www.hemes.be/esas/mapage/personnages/velbruck.html).


Literaturhinweis:
Joseph Hansen, Quellen zur Geschichte des Rheinlandes im Zeitalter der Französischen Revolution; Les Senateurs Du Consulat Et de L'empire; Hermann Friedrich Macco, Aachener Wappen und Genealogien; Laurentiusbote, Odenkirchen; Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, Rudolph Wiedemann, Geschichte der ehemal. Herrschaft und des Hauses Odenkirchen; De Maasgouw; Ned. Leeuw; Burkes Peerages; Ophoven, Continuation du Recueil des seigneurs bourgmestres de la noble cité de Liege; Justus Hashagen, "Das Rheinland und die französische Herrschaft", Bonn 1908; Chev. C. de Borman, Les échevins de la Souveraine Justice de Liége; J. B. Rietstap, Amorial général; Heinr. J. Langen, Stammtafel der Familie von Gerolt, 12.12.1927; The Dictonary of national biography; Th. Gobert, Liége à travers les ages; M. l´Abbé Delaporte, Le Voyageur Francois, ou la connoissance de láncien et du Nouveau Monde, Band 20; Chev. De Limbourg, Armouriaux liégois; Dieter Schäfer; Peerage and Baronetage; Herbert Weffer, Alte Bonner Familien, in "Aus Geschichte und Volkskunde von Stadt und Raum Bonn, Festschrift Josef Dietz, Hrsg. Edith Ennen und Dietrich Höroldt, Bonn 1973; Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums, Aus der k. k. Hof- und Staats-Druckerey, Wien; August Friedrich Schott, Bibliothek der neuesten Juristischen Litteratur für das Jahr 1785, 1. Theil, Caspar Fritsch, Leipzig, 1785; D. Johann August Reuß, Deductions= und Urkunden=Sammlung, 6. Band, Ulm, 1790; Lemberger Zeitung, Nro. 31, 13. März 1820.

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Lettice Knollys 1585

 

Sir Francis Knollys

 

Sir Charles Knowles

 

Francois Charles de Velbrück

 

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Francois Charles Graillet

 

Charles Francois Graillet

 

Friedrich von Gerolt

 

Burg zur Leyen

 

Baron von Gerolt
Königl. Preuß. Minister, Generalkonsul zu Washington, Vereinigte Staaten von Amerka

 

Prinz Alexander Rizo-Rangabe

 

Caroline Christian Skene
Prinzessin Rizo-Rangabe

 

 

Wappen des Anselm v. Aldenhoven

 

Abt Anselm Aldenhoven
Kloster Brauweiler

 

Maison Bouget Aachen

 

Burg Odenkirchen

 

Haus Zoppenbroich